Wasserreichtum


Dank seiner exponierten Lage

verfügt der Harz über einen sehr beachtlichen natürlichen Wasserreichtum. Die vom Atlantik herannahenden feuchten Luftmassen treffen hier erstmals auf ein bedeutendes Hindernis in Form eines größeren Bergmassivs. Daher regnen sich diese Wolken über dem Harz zu einem nicht unwesentlichen Teil ab. Besonders der auch als Oberharz bezeichnete Westen des Harzes zählt daher zu den niederschlagsreichsten Regionen Deutschlands.

Im Harz gibt es zahlreiche Talsperren

die meist zum Zweck der Wasserstandsregulierung, der Trinkwassergewinnung und der Erzeugung von Elektroenergie erbaut wurden. Seit der Errichtung dieser gewaltigen Bauwerke haben die einst in den Harzorten und im Harzvorland gefürchteten Hochwasser, welche vor allem im Frühjahr nach der Schneeschmelze auftraten, ihren Schrecken verloren. In den Harzer Talsperren können insgesamt etwa 400 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert werden. Viele der im Harzvorland gelegenen Städte und Regionen versorgen sich aus diesem Reservoir mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser.

Bei den Harzer Talsperren

handelt es sich um monumentale Großbauwerke aus dem 20. Jahrhundert. Das historische Zeitfenster für die Errichtung derartiger Bollwerke hat sich inzwischen geschlossen. Solche massiven Eingriffe in die Umwelt, welche beim Bau der Mauern und beim anschließenden Aufstauen des Sees unweigerlich auftreten, wären heute auf Grund veränderter Vorstellungen vom Natur- und Artenschutz nicht mehr durchsetzbar. Daher kommen zu den bestehenden Staubauwerken im Harz auch keine weiteren Talsperren mehr hinzu.

Texte: https://www.harzlife.de/tip/talsperren_harz.html