Venedig - Markusdom und Markusplatz


Der Markusdom (italienisch Basilica di San Marco)

in Venedig war bis zu ihrem Ende 1797 das zentrale Staatsheiligtum der Republik Venedig und ist seit 1807 die Kathedrale des Patriarchen von Venedig, seit dem 25. März 2012 Francesco Moraglia. Er befindet sich am Markusplatz im Sestiere San Marco.

 

Der gesamte Innenraum von San Marco

bildet einen Höhepunkt der Mosaikkunst des Abendlandes. Die Mosaiken auf Goldgrund trugen dem Dom den Namen „Goldene Basilika“ ein. Begonnen wurden die Arbeiten unter dem Dogen Domenico Selvo (1071–1084). Der größte Teil der Mosaiken aber entstand im 13. Jahrhundert. Einige wurden – besonders an der Fassade – im 16. bis 18. Jahrhundert nach Entwürfen aus den Schulen Tizians und Tintorettos und anderen ersetzt, wobei das alte Bildprogramm wohl erhalten blieb. Die Mosaiken bedecken eine mehr als 8000 m² große Fläche und bilden damit eine der größten zusammenhängenden Mosaikflächen der Welt. (Die russisch-orthodoxe „Kirche auf dem Blut“ in Sankt Petersburg hat eine Gesamtfläche von 7.000 m² Mosaik). Die Mosaizisten haben insgesamt eine Fläche von 4.240 m² bedeckt.

 

Die eigentliche Bausubstanz

von San Marco ist Ziegelstein. Darauf wurden eine oder zwei Schlämmschichten aus Zement aufgebracht. Auf den noch nassen Putz wurde eine farbige Skizze der geplanten Szene angebracht, dann wurden die einzelnen Mosaiksteine (tessarae) hineingelegt, wobei die Steinchen zu zwei Dritteln ihrer Höhe in den Mörtel gedrückt wurden. Man verwendete zur Her- stellung der tessarae Platten aus gefärbtem Glasfluss anstatt bunter Steinchen wie in der Antike. Auch wurden Gold- und Silberfolien in farbloses Glas einge-schmolzen. Häufig gab man ihnen unterschiedliche Neigungswinkel, um so das Spiel der Lichtreflexe lebendiger werden zu lassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Markusdom