Die Kracken erobern den Luftraum über Kitzingen


Die Saatkrähe

ist eine der vier europäischen Arten aus der Familie der Rabenvögel.  Die große Krähe mit markantem Schnabel und metallisch glänzendem schwarzem Ge- fieder ist in einem breiten Gürtel von Westeuropa bis in die Steppen des Altai-gebietes verbreitet.

 

Lebenserwartung und Höchstalter

Saatkrähen können in freier Wildbahn recht alt werden, ihre tatsächliche Lebenserwartung ist aber nicht sehr hoch. Die Sterblichkeit liegt im ersten und zweiten Lebensjahr zwischen 54 und 59 Prozent und sinkt erst danach etwas ab. Eine Krähe hat zu Beginn ihres zweiten Lebensjahres eine durchschnittliche Lebenserwartung von knapp 3,5 Jahren. Die Verluste werden vor allem direkt durch Nahrungsmangel oder indirekt durch dadurch verursachte Krankheiten herbeigeführt.In Ausnahmefällen können Saatkrähen  recht alt werden. Das bisher höchste Alter einer beringten Krähe wurde in Großbritannien bei einer tot aufgefundenen mit 22 Jahren und 11 Monaten festgestellt.

 

Lebensraum

die Saatkrähe besiedelt meist offenes, von Gehölzen, Wäldchen oder Baumreihen bestandenes Acker- und Wiesenland. Sie ist weitgehend auf vom Menschen umgewandeltes Kulturland angewiesen. Grünlandgebiete, die einen gewissen Anteil an Ackerflächen aufweisen, sind für sie besonders günstig. Sie bevorzugt ebene oder hügelige Gegenden, Gebirge meidet sie. Der Bewuchs ihres Nahrungsgebietes sollte nicht zu hoch sein, obwohl sie bei günstigen Verhältnissen auch in höherem Gras nach Nahrung sucht. Die Nähe des Menschen scheut sie nicht. So liegen viele ihrer Brutkolonien und Schlafplätze in unmittelbarer Nachbarschaft zu menschlichen Siedlungen, vielfach auch in Parkanlagen großer Städte, wo ihr recht lautes Verhalten sowie ihr Koten auf Gehwege und Autos oft als störend empfunden werden.

 

In einigen europäischen Großstädten

haben sich sehr große Überwinterungsgesellschaften etabliert (z. B. Wien mit etwa einer Viertelmillion Saat- krähen). Die verstädterten Krähen entwickelten verschiedene Anpassungen in Bezug auf Verhalten, Nahrungs-aufnahme und Tagesaktivität. So kann die Fluchtdistanz vor dem Menschen auf unter einen Meter sinken, die Tagesaktivität der Stadtvögel ist durch das reichlich zur Verfügung stehende Futter deutlich verkürzt. Ähnlich wie etwa bei der Lachmöwe entwickelten sich viele Überwinterungspopulationen zu Resteverwertern auf Abfall- und Mülldeponien. Auch das Füttern durch Menschen hat zum Entstehen dieser riesigen Saatkrähen-schwärme beigetragen. Dabei zeigen die Tiere eine große Ortstreue. So wurden Individuen beobachtet, die über Jahre hinweg denselben Hinterhof oder denselben Parkabschnitt besuchten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Saatkrähe