Im Hutewald bei Hellmitzheim


Der Hutewaldweg

führt auf einer Länge von 3,2 km um den Hutewald. Die Tiere auf der Fläche können dabei aus unter-schiedlichen Blickwinkeln beobachtet werden. Die Hutungsfläche in Hellmitzheim wird von den Weidetieren aktiv gestaltet. Durch die Beweidung entsteht eine strukturreiche Wiese Kurzgras-Hochstauden.

 

Der Hutewald in der Landwirtschaft

 Hutewälder, z. B. mit Eichen, waren im Mittelalter wertvolle Flächen für die Landwirtschaft und wurden gezielt angelegt. Durch die lockere Baumstellung fiel genug Licht für die Entwicklung von Wiesen auf den Boden, die ab dem Frühjahr mit Rindern, Schafen und Ziegen beweidet wurden. Im Herbst wurden die Schweine in den Wald getrieben, um sie mit den Eicheln zu mästen. Der Hirte hatte mit der Aufsicht der Tiere eine verantwortungsvolle Aufgabe.

 

Der Hutewald in Hellmitzheim

wird auf diese traditionelle Art mit Fränkischem Gelbvieh und Rotwild genutzt. In der heutigen Landwirtschaft haben Hutewälder keine wirtschaftliche Bedeutung mehr. Durch diese, meist intensive, Nutzung fehlt die Strukturvielfalt von einst, so dass heute Hutungsflächen gezielt als Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten angelegt werden. Da die Weidetiere artgerecht gehalten werden, kann gleichzeitig eine hohe Fleischqualität erzeugt werden.

Text: http://www.iphofen.de/download/130913_lifeplus_iphofen_hutewaldweg.pdf