Norddeich und die Fähre nach Norderney und zurück


Norddeich

ist ein Stadtteil der Stadt Norden mit knapp 1750 Einwohnern. Er liegt im Nordwesten Ostfrieslands unmittelbar an der Nordseeküste und ist seit 1979 ein staatlich anerkanntes Nordseebad.

Am 24. Juni 2010 verlieh der damalige niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode dem Stadtteil mit dem Prädikat „Nordseeheilbad“ die höchste touristische Anerkennungsstufe. Neben 175.000 Fahrzeugen werden vom Hafen aus jährlich 2,25 Millionen Menschen zu den vorgelagerten Inseln Juist und Norderney transportiert. Nach Puttgarden und Rostock ist Norddeich der drittgrößte Personenhafen Deutschlands und der größte in Niedersachsen.

 

Norddeich gehört

zur Stadt Norden. Begrenzt wird Norddeich in nördlicher Richtung vom Wattenmeer, im Osten und Westen von den Stadtteilen Ostermarsch und Westermarsch II. Südlich grenzt die Kernstadt Norden an den Ort. Während in der östlich gelegenen Gemarkung Lintelermarsch landwirtschaftliche Flächen vorherrschen, ist der Ortskern von Norddeich vom Tourismus geprägt. Der Hafen spielt als Endpunkt der Eisenbahn sowie der Straßenverbindungen für die Versorgung der vorgelagerten Inseln Juist (1596 Einwohner, 129.000 Gäste mit rund 984.000 Übernachtungen im Jahr 2014) und Norderney (5935 Einwohner, 512.000 Gäste (2014) mit mehr als 3.458.000 Übernachtungen im Jahr 2014) eine wichtige Rolle.

 

Der Großteil

des Gebiets des heutigen Ortes war bis in das frühe 18. Jahrhundert hinein landwirt-schaftlich genutzte Fläche in der Lintelermarsch und lag weiter im Landesinneren als heute. Nordwestlich von Norddeich gab es am damaligen Deichfuß in der Ortschaft Itzendorf einen ersten Schiffsanleger. Die Weihnachtsflut von 1717 durchbrach die Deichlinie und überflutete Itzendorf. Nachdem Instandsetzungsversuche erfolglos blieben, wurde Itzendorf nach der Neujahrsflut 1721 aufgegeben und die Deichlinie südlich an die heutige Stelle verlegt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Norddeich