Die Kaiserpfalz in Goslar


Die Goslarer Kaiserzeit 1oo9 - 1253)

1009 begann mit der ersten Reichssynode unter Heinrich II. die für Goslar wichtige Periode als eine zentrale Pfalz des Heiligen Römischen Reiches. Die Pfalz lag wahrscheinlich noch auf dem Georgenberg. Heinrich II. hielt 1015, 1017 und 1019 weitere Hoftage und Synoden in Goslar ab, insgesamt ist der Aufenthalt Heinrichs II. in Goslar sieben Mal nachgewiesen. Die Pfalz Goslar verdrängte nach und nach die Pfalz Werla, die von den landfremden Kaisern wegen der Bedeutung für den sächsischen Adel aufgegeben wurde. Unter den Saliern fand die Entwicklung Goslars zu einem der Zentren des Reiches ihren Höhepunkt.

 

Unter Heinrich III. entwickelte

sich seine Lieblingspfalz in Goslar zum Zentrum des Reiches: In 17 Regierungsjahren wurden in Goslar 18 oft mehrmonatige Hoftage abgehalten. 1042 empfing Heinrich III. Peter von Ungarn und eine Gesandtschaft Jaroslavs von Kiew. In den fol- genden Jahren setzte er von Goslar aus viele Bischöfe und Herzöge ein. Königin Agnes stiftete 1045 das Petersstift. 1050 wurde die Stiftskirche St. Simon und St. Judas durch Erzbischof Hermann von Köln geweiht, die sich dann zu einer wichtigen Ausbildungsstätte des Reichsepiskopats ent-wickelte. Zeitgleich wurde die Pfalz um den repräsentativen Saalbau der Aula Regis erwei-tert. Am 11. November 1050 wurde in Goslar Heinrich IV. geboren. Im September 1056 besuchte Papst Viktor II. Heinrich III. in Goslar und weihte die Stiftskirche erneut. Dieses Treffen manifestierte ein letztes Mal die Einheit zwischen Kaiser und Papst im Sinne der civitas dei. Nach seinem Tod, wenige Wochen später, wurde das Herz Heinrichs III. in der Goslarer Stiftskirche St. Simon und St. Judas beigesetzt.

Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Goslar