Alter Elbtunnel in Hamburg 2020


Bei dem unter der Leitung

von Otto Stockhausen 1907 begonnenen Bau wurde das Druckluftverfahren eingesetzt, um mittels des so erzeugten Überdrucks das Eindringen von Wasser zu verhindern. Durch die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten mussten zwei unterschiedliche Bauverfahren angewandt werden. Die vertikale Ausschachtung auf der Steinwerder Seite erfolgte mit Hilfe eines eisernen Senkkastens. Auf der St.-Pauli-Seite wurde ein Ring ausgehoben, der mit Beton ausgefüllt wurde. Dann wurde der Kern ausgegraben und der Schacht fertiggestellt.

Die beiden horizontalen Tunnelröhren

baute man im Schildvortriebsverfahren, sie führen mit einer Sohlentiefe von 24 Metern von den St.-Pauli-Landungsbrücken nach Steinwerder am südlichen Ufer der Norderelbe. Die Oberkante der sechs Meter hohen Röhren liegt zwölf Meter unterhalb der damaligen Höhe des mittleren Hochwassersspiegels. Zwischen Tunnelröhre und Flussbett lag eine drei Meter dicke Schlickschicht.

 

Beim Bau unter Überdruck

kamen drei Arbeiter durch die Caissonkrankheit ums Leben, zwei weitere starben bei Unfällen. Insgesamt wurden etwa 4400 Arbeitskräfte eingesetzt. Die Baukosten betrugen 10,7 Millionen Mark. Auf das Jahr 1911 bezogen entspricht dies heute inflationsbereinigt einer Summe von 60,4 Mio. Euro.

Text https://de.wikipedia.org/wiki/St._Pauli-Elbtunnel

 

Die Fliesen mit den Motiven von Meeresbewohnern sind neu und alle handgemacht.