Magdeburg / Wasserstraßenkreuz


Nach der Wiedervereinigung

strebte man wieder an, das Niveau der Ost-Schifffahrt auf Westniveau anzuheben. Eines der größten Projekte war dann der bereits geplante Ausbau der Wasserstraßenverbin-dung von Hannover über Magdeburg nach Berlin. Mit dem VDE Nr. 17 wurde 2003 die Kanalbrücke Magdeburg über die Elbe dann fertiggestellt. Die 2001 errichtete Schleuse Rothensee ersetzte dann das veraltete Schiffshebewerk.

 

Der Streckenabschnitt

des Mittellandkanals von Magdeburg bis zum Dortmund-Ems-Kanal soll ab Ende 2016 mit 185 m langen und 2,80 m abgeladenen Schubverbänden mit 3600 t Ladung durchgängig befahrbar sein. 2019 soll das VDE 17 fertiggestellt sein.

 

Mittelpunkt

des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg ist die Kanalbrücke Magdeburg. Sie führt den Mittellandkanal über die Elbe hinweg. Östlich der Elbe geht der Mittellandkanal in den Elbe-Havel-Kanal über. Weiterhin gibt es als Abstiegsbauwerke das Schiffshebewerk Rothensee und die parallel gebaute Sparschleuse Rothensee (Eröffnung 2001), über die die Schiffe vom Mittellandkanal zur Elbe wechseln können. Auf der östlichen Elbseite gehören noch die Schleuse Niegripp, für die Verbindung Elbe – Elbe-Havel-Kanal, und die Schleuse Hohenwarthe (Eröffnung 2003), zum Ausgleich des Höhenunterschieds zwischen den beiden Kanälen, zum Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg.

 

Bis zur Eröffnung

der Kanalbrücke und der Doppelschleuse im Oktober 2003 mussten die Schiffe, die vom Mittellandkanal zum Elbe-Havel-Kanal oder umgekehrt wollten, einen zwölf Kilometer langen Umweg über das Schiffshebewerk Rothensee, Elbe und Schleuse Niegripp in Kauf nehmen. Problematisch dabei waren die unterschiedlichen Wasserstände zwischen Mittellandkanal und Elbe und die damit verbundenen unterschiedlichen Tauchtiefen der Wasserfahrzeuge. Während im Mittellandkanal circa 2 m Tauchtiefe möglich sind, schwankt der Wert in der Elbe zwischen 1,30 m und 1,50 m. Die Folge war, dass Schiffe mit größerem Tiefgang als in der Elbe möglich, zum Leichtern in den Magdeburger Hafen mussten. Ein Teil der Ladung wurde von einem zweiten Schiff zum Elbe-Havel-Kanal transportiert und dort wieder umgeladen.

 

Der Verbindungskanal

zwischen Kanal und Elbe heißt Rothenseer Verbindungskanal. Er hat über den Zweig-kanal Magdeburg direkte Anbindung an den Magde-burger Binnenhafen und bildet mit eigenen Hafenanlagen (die ab 2004 erweitert werden) einen Teil des Hafens. Damit der Magdeburger Hafen auch bei Niedrigwasser auf der Elbe durch Schiffe vom Kanal befahrbar bleibt, befindet sich zwischen Abstiegskanal und Elbe die 2013 eröffnete Niedrigwasserschleuse Magdeburg.

Text: http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstra%C3%9Fenkreuz_Magdeburg