Flurdenkmal Rügerrieth


Die Querverbindung zwischen den Strecken Würzburg - Ansbach und Würzburg - Nürnberg.

1939 sollte durch französische Kriegsgefangene eine Querverbindung zwischen den Strecken Würzburg - Nürnberg und Würzburg - Ansbach gebaut werden. Diese sollte sicherstellen, dass auch bei der Zerstörung einer der Mainbrücken bei Würzburg-Heidingsfeld oder Kitzingen der Eisenbahnverkehr zumindest einge-schränkt aufrechterhalten werden kann.

 

Die für zwei Gleise

ausgelegte Trasse beginnt in Höhe der 90°-Kurve zwischen dem Bahnhof Mainbernheim (heute aufgelassen) und Iphofen. Sie führt zuerst durch einen Einschnitt und dann über einen recht hohen Bahndamm, der unvermittelt im Wald endet, da die Kriegsereignisse einen Weiterbau verhindert haben.

 

Die Planungen

sahen vor, die Trasse bis Marktbreit an der Strecke Würzburg - Ansbach weiterzuführen. Der nie vollendete Bahndamm ist heute noch gut sichtbar.

Villa Rügerrieth - Das versunkene Dorf

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts befand sich in dem ca. 150 ha umfassenden Gebiet ein Ort namens „Villa Rügerrieth“ ( =Dorf Rügerrieth ).  Warum das Dorf verlassen wurde, ist nicht bekannt. Vermutlich war das sumpfige Feuchtgebiet, auf dem ein erträglicher Ackerbau kaum möglich war, Grund dafür.

 

Heute besteht das Rügerrieth

aus 60 ha Landwirtschaftsfläche, 70 ha Wald-, 10 ha Verkehrs- bzw. Wasserflächen und 10 ha Naturschutzflächen. Dieses weitläufige Wald-, Wiesen- und Ackerareal bietet dem Naturfreund die ersehnte Ruhe, dem artenreichen Wildbestand Rückzugsmöglickeiten und so mancher geschützten Pflanze einen Stand ort. Der Europa seltene Ortholan hat an den Waldrändern auf den sandigen Böden seine Brutstätten.