Traditionsbrennerei in Nordhausen am Südharz


Nordhäuser Korn

ist ein in Nordhausen in Thüringen hergestellter reiner Kornbrand. Die Brennereien Echter Nordhäuser Spirituosen GmbH und Nordbrand Nordhausen GmbH sind im Besitz der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien Freyburg/Unstrut.

 

Die erste urkundliche Erwähnung

des Nordhäuser Branntweins (nicht des Korns!) stammt aus dem Jahre 1507. In einem Ratsbeschluss vom 23. Dezember wird erstmals das Wort bornewyn (Branntwein) erwähnt: „Der glichen, wie eß mit dem bornewyne hinfur, eynne zinß daruff zu setze, gehalten sul werden.“ Der Satz bezeugt, dass es schon vor dem 23. Dezember 1507 eine Steuer auf Branntwein gab, also in Nordhausen Branntwein hergestellt wurde.

 

Die Nordhäuser wollten

dann auch Korn zum Brennen benutzen. Dies wurde den Brennherren untersagt. Das erste Kornbrennverbot stammt aus dem Jahr 1545. In einem Ratsdekret der Stadt Nordhausen wird die Verwendung von Korn oder Malz zur Herstellung von Kornbrand verboten. In diesem Ratsdekret wird der Name Korn erstmals erwähnt. Zu jener Zeit hatten die Brauherren noch starken Einfluss in der Stadt. Diese benötigten selbst das Getreide zur Bierherstellung. Das Verbot hatte bis ins 17. Jahrhundert Bestand. Zuwiderhandlung wurde mit der Staupe bestraft. Ende des 16. Jahrhunderts hat sich das Brennereigewerbe in Nordhausen als wirtschaftlicher Faktor fest etabliert.

Texte: https://de.wikipedia.org/wiki/Nordhäuser_ Korn