Samnaun, Schweizer Zollausschlußgebiet


Die Geschichte Samnauns

ist eng mit derjenigen des Unterengadins verbunden. Die ersten Siedler, die zwischen

800 und 1000 n. Chr. auf der Suche nach neuen Weidegründen ins Samnauntal kamen, stammten aus dem Unterengadin. In den Familien wurde bis gegen 1800 beinahe ausschliesslich romanisch gesprochen. Heute sprechen die Samnauner einen Tiroler Dialekt, der eigentlich aus dem Südbairischen kommt und - mit dieser ganz speziellen Färbung - nur in diesem Tal anzutreffen ist.

 

Bedingt durch die geographische Lage

führte die einzige Zufahrtsstrasse bis 1912 über österreichischen Boden. Deshalb wurde Samnaun Schwei- zer Zollausschlussgebiet; am Grenzübergang steht nur der öster-reichische Zoll. Der abgabenfreie Einkauf in Samnaun lohnt sich vor allem für Benzin, Zigarren, hochwertige Spirituosen, Kosmetik, Schmuck, Butter, Zucker und Parfüm. Das Dorf ist nebst den Winterattraktionen auch deshalb zu einer Touristenattraktion geworden. Touristen aus der Schweiz müssen Waren, welche die Freigrenzen überschreiten, beim Grenzübertritt in Martina deklarieren und verzollen.

 

Die Lieferanten

müssen die Ware bei der Einfuhr nach Samnaun nicht verzollen und können diese entsprechend günstiger  an die einheimischen Wiederverkäufer weiterverkaufen. Zwar erhebt die Gemeinde eigene Abgaben, doch liegen diese wesentlich unter den schweizerischen Zollsätzen. Eine Klage gegen diese Abgaben wurde vom Schweizerischen Bundesgericht abgewiesen.

Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Samnaun

 

Die meisten Fotos

wurden durch die Scheiben von Bus, Eisenbahn und Bergbahn aufgenommen und zeigen deshalb Reflexionen, Flecken, Regentropfen usw.