Zwergdommel


Die Zwergdommel

ist ein verborgen lebender Vogel ausgedehnter Röhrichte aus der Familie der Reiher.

 

Erscheinungsbild

Die Zwergdommel entspricht in ihrer Körpergröße von 27 bis 36 Zentimeter in etwa einem Eichelhäher. Sie ist damit die kleinste Reiherart, die in Mitteleuropa vorkommt. Rücken, Schultern und der Schwanz sind beim männlichen Vogel grünlich-schwarz gefiedert. Am Nacken, an der Brust sowie an der übrigen Körperunterseite ist das Gefieder von gelblicher Farbe. Das Weibchen hat ein ähnliches Gefieder, es ist jedoch weniger kontrastreich. Rücken und Schultern zeigen nicht das kontrastreiche Grünlich-Schwarz des Männchens, sondern eher ein Dunkelbraun, wie auch Hals, Brustseite und Flanken eher bräunlich sind. Im Flug wird der Hals S-förmig gekrümmt. Jungvögel haben ein hell-dunkel geflecktes Federkleid, der Rücken ist bräunlich.

 

Die Bestandssituation

der Zwergdommel in Mitteleuropa ist besorgniserregend. In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands ist die Art in der Kategorie 2 („stark gefährdet“) aufgeführt. Der Brutbestand wurde 1985 mit nur noch 460 Paaren geschätzt, die jedoch so isoliert voneinander lebten, dass ein gegenseitiger Austausch wohl nicht mehr möglich ist. Für 2005 bis 2009 wird der Bestand an Brutpaaren mit 220 bis 290 angegeben. In der Schweiz wurde der Brutbestand in den 1980er Jahren auf 45 Paare geschätzt. Der Verbreitungsschwerpunkt Mitteleuropas ist Ungarn, wo 1998 zwischen 4.000 und 6.000 Brutpaare vorkommen.

 

Die Ursache des Rückgangs

ist vor allem der Verlust an geeigneten Lebensräumen. Sowohl Feuchtgebiete als auch Schilfbestände sind entweder zerstört oder sie unterliegen durch Wassersport, Badende und Angler einer so hohen Störung, dass sie als Brutgebiet von den Zwergdommeln nicht mehr angenommen werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zwergdommel